Glossar

 

Analog-TV
Analoges Fernsehen kann in Deutschland heute noch über Kabel oder Satellit empfangen werden. Die Weiterentwicklung des analogen Fernsehens ist das digitale Fernsehen. Die modernere digitale Übertragungstechnik bietet eine deutlich bessere Bild- und Tonqualität, die im hochauflösenden Format neue Maßstäbe in Schärfe und Farbbrillianz setzt.
Auflösung
Anzahl der dargestellten Punkte (Pixel), aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Bei einem PAL-Signal werden 720 x 576 Bildpunkte angezeigt. HDTV wird entweder in 1280 x 720 Pixeln (progressiv) oder in 1920 x 1080 Pixeln (interlaced) gesendet.
Blu Ray Disc
Die Blu Ray Disc ist ein optischer Speicherträger. Sie hat aufgrund mehrerer Schichten deutlich mehr Speicherkapazität als eine herkömmliche DVD. Die Schichten werden mittels eines Laserstrahls abgetastet. Aufgrund der großen Speicherkapazität werden bei der Blu Ray Disc bis zum 5x mehr Details angezeigt, als im Standard Definition TV. Filme auf einer Blu Ray Disc werden mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten produziert und gewährleisten somit die beste Qualität bei der Darstellung.
Breitbandübertragung
Alle Formen von Telekommunikation, für die eine große Übertragungsbandbreite erforderlich ist.
CA (Conditional Access - Zugangsberechtigungssystem)
Das Conditional Access-System (CA) kontrolliert den Zugriff des Nutzers auf Leistungen und Programme, die aus urheberrechtlichen sowie kommerziellen Gründen verschlüsselt sind.
CI-Modul (Common Interface-Modul)
Mit einem CI-Modul lassen sich unterschiedliche, verschlüsselte Programme empfangen. Das Modul wird mit der Smartcard in den CI-Schacht gesteckt.
CI Plus
Die Weiterentwicklung von CI heißt CI Plus. Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden CI Generationen: Das CI-Modul entschlüsselt das Fernsehsignal und gibt es zur weiteren Verarbeitung in unverschlüsselter Form an das Fernsehgerät weiter. Hat das Gerät eine Festplatte für Aufzeichnungen, so werden die Signale auch dort unverschlüsselt aufgezeichnet. CI Plus dagegen arbeitet mit einer Rückverschlüsselung. CI Plus setzt damit die Anforderungen der Rechteinhaber an die Datensicherheit vollständig um. Die Vorteile, die eine offene Schnittstelle den Konsumenten bietet, bleiben dagegen unverändert erhalten.
Decoder
Siehe Receiver
Downlink
Die Übertragung der Signale vom Satelliten zu den verschiedenen Satelliten-Empfangsstationen (Einzel-/Gemeinschaftsempfang, Kopfstellen des Kabelempfangs).
DRM (Digital Rights Management)
DRM bezeichnet die technische Möglichkeit, die Nutzung von digitalen Medien zu kontrollieren. Sie findet Anwendung bei digital vorliegendem Bildmaterial, bei Software, Dokumenten und z.B. Audioformaten. DRM bietet damit die Möglichkeit, eine Nutzungskontrolle der Daten einzusetzen.
DVI (Digital Visual Interface)
DVI ist eine Schnittstelle zur Übertragung von digitalem Bildmaterial. Im Bereich der Unterhaltungselektronik gibt es noch Fernsehgeräte mit DVI-Schnittstelle. Bei Verwendung eines DVI-Kabels werden die Audiosignale nicht übertragen. Für die Darstellung von hochauflösendem Fernsehen wird die Verwendung eines HDMI-Kabels empfohlen.
DVB
Digital Video Broadcasting. Übertragungsstandard für digitale Daten per Satellit (DVB-S), Kabel (DVB-C) oder Antenne (DVB-T).
DVB-C
Die digitale Verbreitung von Fernsehsignalen über Kabel (Cable) erfolgt über den Übertragungsstandard DVB-C.
DVB-S
Die digitale Verbreitung von Fernsehsignalen über Satellit (Satellit) erfolgt über den Übertragungsstandard DVB-S.
DVB-T
Die digitale Verbreitung von Fernsehsignalen über Antenne (terrestrisch) erfolgt über den Übertragungsstandard DVB-T.
DVB-S-Karte
Die PC-Karte für das "Digital Video Broadcasting per Satellite" (DVB-S) ist ein kompletter digitaler Sat-Empfänger. Die Karte wird in einen PC eingesteckt.
Elektronischer Programmführer (EPG)
Als Electronic Program Guide bezeichnet man die digitale Variante einer gedruckten Zeitschrift für Fernsehprogramme und Radioprogramme, die im Empfangsgerät integriert ist. Mit Hilfe des EPG kann man sich das laufende und kommende Fernseh- oder Radioprogramm anzeigen lassen.
Footprint
Das von einem Satelliten abgedeckte geographische Gebiet, dessen äußere Grenze sich definiert als jener Bereich, in dem die Übertragungsqualität aufgrund zu schwacher Übertragung unter ein kommerziell vertretbares Niveau absinkt.
Full HD
"Full HD"- fähige HDTV-Empfangsgeräte (Fernseher, DVD-Player, Videokamera, Set-Top-Box, Spielkonsole etc.) können eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wieder geben.
HDCP
High-bandwidth Digital Content Protection - Kopierschutz, der bei DVI- und HDMI-Schnittstellen für hochauflösende Bilder verwendet wird. Das Verfahren sorgt dafür, dass der Nutzer Videodaten nur dann übertragen kann, sofern in beiden verbundenen Geräten HDCP implementiert wurde. HDCP ist Bestandteil der "HD ready"-Kriterien.
HDMI High Definition Multimedia Interface - (Kabel)
HDMI ist eine moderne Schnittstelle zur Übertragung von digitalen Audio- und Videosignalen und z.B. heute quasi Standard für die Verbindung von HD-Receivern, DVD/Blu Ray oder Spielekonsolen zu Flachbildschirmen, HD-Signale werden nicht über Scartkabel übertragen. Für die Signalübertragung wird grundsätzlich ein HDMI- oder DVI-Kabel verwendet.
HDTV
High Definition Television ist ein Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen durch eine erhöhte vertikale und horizontale Auflösung auszeichnen. HDTV gewährleistet hochauflösende TV-Qualität, die statt der herkömmlichen 720 mal 576 mindestens 1280 mal 720 Bildpunkte bietet. Damit ist zum Vergleich zu SDTV (Standard Definition Television) eine deutlich bessere Bildqualität darstellbar.
HDTV Showcase
Ausstrahlungen in HD Qualität, die noch nicht in einem Regelbetrieb stattfinden.
HD Ready
HD Ready ist eine Bezeichnung für Geräte, die hochauflösendes Fernsehen (HDTV) wiedergeben können. Das "HD Ready" Logo definiert dabei gewisse Mindestanforderungen (z.B. Zeilenauflösung), die HDTV-fähige Displays erfüllen müssen.
iDTV
Integrated Digital Television - mit iDTV wird die Technologie bezeichnet, Funktionen eines Receivers (DVB-S / DVB-C / DVB-T) in den Fernseher zu integrieren.
Interlaced Verfahren
Verfahren zur Übertragung von Videobildern. Im Interlaced- oder Zeilensprungverfahren werden Halbbilder - im Gegensatz zum Progressive Verfahren - dargestellt, im PAL-Standard werden 25 Bilder, also 50 Halbbilder pro Sekunde übertragen. Dabei werden im Wechsel jeweils nur die geraden oder ungeraden Zeilen des Bildes beschrieben. Bei Bildröhren verschmelzen die Bildpunkte durch die Trägheit des menschlichen Auges zu einem Bild. Plasmas oder LCD-Fernseher ergänzen die fehlenden Bildzeilen und geben Vollbilder aus. Die Bezeichnung 1080i definiert 1920x1080 Bildpunkte, die im Halbbildverfahren angezeigt werden.
IPTV
Mit Internet Protocol Television wird die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über ein digitales Datennetz bezeichnet. Hierzu wird das dem Internet zugrunde liegende Internet Protokoll (IP) verwendet.
LCD
Liquid Crystal Display - Bildtechnologie, bei der das ausgesandte Licht einer Lampe auf Flüssigkeitskristalle trifft, die die Lichtintensität manipulieren. Nachgeschaltete Filter färben die einzelnen Bildpunkte ein.
LNB
Low Noise Block Amplifier / Converter: Hardware zur Verstärkung und Konvertierung von Satellitensignalen aus einem bestimmten Bereich von einer hohen Frequenz (gewöhnlich GHz) in eine niedrigere Zwischenfrequenz (gewöhnlich MHz). Der LNB wird im Brennpunkt einer Parabolantenne installiert.
MPEG
Die Moving Picture Experts Group ist eine Gruppe von Experten, die sich mit der Standardisierung von Videokompression und den dazugehörenden Bereichen, wie Audiokompression oder Containerformaten, beschäftigt. Nach MPEG-1 (1993) und MPEG-2 (1994/95) wurde 1998 zur Verbesserung der Videokompression MPEG-4 (bei HDTV verwendet) vorgestellt.
MPEG-4
Weiterentwicklung des MPEG-Standards, der die Signale noch besser komprimiert und somit weniger Übertragungskapazität bedarf. Zusätzlich erlaubt dieses Kompressionsverfahren die Einbeziehung von Animationen oder ähnlicher per Computer generierter Inhalte. In Europa wird dieser Standard hauptsächlich zur Übertragung von HDTV-Sendern verwendet. Auch HD+ verwendet diesen Standard.
Multifeed
Empfang mehrerer Satelliten mit nur einer festen Antenne. Bei einer Multifeed-Anlage sind mehrere LNBs etwas aus dem Brennpunkt versetzt auf der Antenne montiert. Sie "schielen" zu den Satelliten. Über die einzelnen LNBs lassen sich entsprechend die Programme der jeweiligen Satelliten empfangen.
Near-Video-on-Demand
Gleiche Filme laufen auf mehreren Kanälen mit unterschiedlichen Anfangszeiten (z.B. Neustart alle 30 Minuten).
PAL
Phase Alternating Line ist ein Verfahren zur Farbübertragung beim analogen Fernsehen, z.B. in Deutschland. Es werden 25 Bilder pro Sekunde ausgestrahlt, wobei jedes Bild in zwei Halbilder unterteilt ist.
Pay-TV oder Abo-TV
Gebührenpflichtige Programme und Dienste (z. B. die Programmpakete von Sky für Deutschland und Österreich), die als Abonnement bestellt und durch eine Smart Card entschlüsselt werden.
Plasma-Bildschirm
Phosphorzellen werden durch elektrische Signale angeregt und erzeugen Plasma, welches Licht aussendet.
Progressive Verfahren
Vollbildverfahren; im Gegensatz zum Interlaced Verfahren werden alle Zeilen eines Bildes gleichzeitig dargestellt. Die Bezeichnung 720p definiert 1280 x 720 Bildpunkte, die im Vollbildverfahren angezeigt werden.
Receiver
Empfangsgerät, das digital übertragene Videosignale verarbeitet und auf dem Fernsehgerät anzeigt. Für den Empfang von HDTV Sendern ist zu einem HD-fähigen Fernseher noch ein HDTV-geeigneter Receiver nötig.
PVR (Personal Video Recorder)
Receiver mit PVR-Funktion haben zur Speicherung von Daten eine Festplatte eingebaut.
PVR Ready
Empfangsgeräte mit einer Schnittstelle zum Anschluss einer externen Festplatte.
Satellitenfernsehen
Satellitenfernsehen ist die Übertragung von Fernsehprogrammen via Fernsehsatelliten direkt an den Zuschauer, ohne Umwege über terrestrisch übertragene bzw. durch Kabelnetze übertragene Fernsehsignale. In Mitteleuropa empfangbare und per Satellit übertragene Fernsehprogramme werden beispielsweise von den ASTRA-Satelliten ausgestrahlt. Zum Empfang von Satellitenfernsehen wird eine Parabolantenne mit LNB sowie ein Satellitenreceiver benötigt.
Satelliten-Parabolantenne
Umgangssprachlich auch "Schüssel" genannt. Teil eines Satellitenempfangssystems; in seinem Brennpunkt werden die von Satelliten gesendeten Signale konzentriert.
SCART-Kabel
SCART ist die Abkürzung von "Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radio Recepteurs et Televiseurs", einem französischen Verband der Radio- und Fernsehindustrie. Die 21-polige genormte Steckverbindung wird zwischen Fernsehgeräten und Zubehör verwendet. Ein SCART-Kabel ist nicht für die Verarbeitung von hochauflösendem Bildmaterial geeignet.
Set-Top Box
Siehe Receiver
Simulcrypt
Simulcrypt ist die parallele Ausstrahlung von Sendungen mit unterschiedlichen Verschlüsselungssystemen. So verarbeiten die verschiedenen digitalen Receiver jeweils die für sie verwertbare Information, um das Signal zu entschlüsseln.
Simulcast
Simulcast steht für eine Simultanübertragung desselben Inhaltes über mehrere Rundfunkwege. Beispielsweise kann ein Sender sein Programm zeitgleich in SD (Standard Definition) und in HD (High Definition) ausstrahlen.
Smart Card
Scheckkartengroße Chipkarte, mit der unterschiedliche Dienste angeboten werden. Die HD+ Karte ermöglicht den Empfang der HD+ Sender.
SDTV
Standard Definition Television (SDTV) wird mit einer Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten dargestellt. Die Bilddarstellung war früher im Verhältnis 4:3, heute mehrheitlich in 16:9. HDTV wird zur detailierten Bilddarstellung in höheren Auflösungen dargestellt.
Terrestrische Verbreitung
Verbreitung von Fernsehsignalen über Antenne.
Time Shift
Eine Sendung wird zeitgleich wiedergegeben und aufgezeichnet. Der Zuschauer hat somit die Möglichkeit, die Sendung zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder vom Unterbrechungspunkt weiterzusehen.
Transponder
Übertragungseinheit auf dem Satelliten, die die erhaltenen Daten der Bodenstation aufarbeitet und diese wieder zur Erde zurücksendet.
Triple Play
ist in der Telekommunikation seit etwa 2005 ein Marketingbegriff für das gebündelte Anbieten der drei Dienste Fernsehen, (IP-)Telefonie und Internet.
Twin Receiver
Ein Twin Receiver ermöglicht das gleichzeitige Aufnehmen und Wiedergeben von unterschiedlichen Sendungen. Ein Twin Receiver hat 2 Empfangseinheiten eingebaut.
Universal LNB
Um den gesamten Frequenzbereich für analoges und digitales Fernsehens zu empfangen, ist der Einsatz eines Universal LNBs erforderlich.
Universal Quatro LNB
Der Universal Quatro LNB stellt die optimale Lösung zum Empfang in Mehrteilnehmeranlagen dar. In Verbindung mit Multischaltern können mehrere Wohneinheiten mit Satellitenempfang versorgt werden.
Uplink
Übertragung von Fernseh- oder anderen Signalen von der Erde an den Satelliten.
VoD
Video on Demand ist ein Service, der es Teilnehmern ermöglicht, zu jeder beliebigen Zeit aus einer Auswahl von Videofilmen einen Film abzurufen und abzuspielen.
WebTV (auch Internet TV)
Die Übertragung von breitbandigen Anwendungen wie z.B. Filmen oder Fernsehprogrammen über das Internet wird als WebTV bezeichnet.

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